Regulierung · ESPR
ESPR: der Leitfaden zur Verordnung und zum Digitalen Produktpass
Die Verordnung über die Ökodesign-Anforderungen an nachhaltige Produkte (ESPR, (EU) 2024/1781) ist seit dem 18. Juli 2024 in Kraft und führt den Digitalen Produktpass als produktgruppenübergreifende Anforderung ein. Diese Seite fasst den Zeitplan des Arbeitsplans 2025–2030, die konkreten Anforderungen des DPP sowie den Zusammenhang mit dem Battery Passport und dem EU-Register zusammen.
Arbeitsplan 2025–2030
Die vorrangigen Produktgruppen und die erwarteten Termine
Von der Europäischen Kommission am 16. April 2025 verabschiedet (COM(2025) 187). Die Termine sind indikativ: Jede Produktgruppe wird erst mit ihrem eigenen Durchführungsrechtsakt verbindlich, der auch das tatsächliche Anwendungsdatum festlegt — in der Regel 18 Monate nach Inkrafttreten des Rechtsakts.
| Produktgruppe | Erwarteter Durchführungsrechtsakt | Status |
|---|---|---|
| Eisen und Stahl | 2026 | Durchführungsrechtsakt erwartet |
| Textilien, Bekleidung (Schuhe: separate Studie) | 2027 | Durchführungsrechtsakt erwartet |
| Reifen | 2027 | Durchführungsrechtsakt erwartet |
| Möbel | 2028 | Durchführungsrechtsakt erwartet |
| Aluminium | 2028 | Durchführungsrechtsakt erwartet |
| Matratzen | 2029 | Durchführungsrechtsakt erwartet |
Schuhe sind nicht Teil des ersten Arbeitsplans: Die Kommission hat eine separate Studie gestartet, die bis Ende 2027 erwartet wird, bevor über etwaige Anforderungen entschieden wird. Reifen und Matratzen haben heute keine eigene MyLime-Branche.
Was gefordert wird
Was ein DPP nach der ESPR enthält
- Eindeutige Produktkennung und Verknüpfung mit dem EU-Register
- Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Verfügbarkeit von Ersatzteilen
- Rezyklatanteil und Recyclingfähigkeit am Lebensende
- Informationen zur Lieferkette und zur Herkunft der Materialien
- CO2- und Umweltfußabdruck, sofern vom Durchführungsrechtsakt gefordert
- Zugriff über einen Datenträger (QR, NFC oder RFID), der mit dem physischen Produkt verknüpft ist
Die genaue Liste der Pflichtfelder wird durch den Durchführungsrechtsakt jeder Produktgruppe festgelegt: die oben genannten sind die produktgruppenübergreifenden Anforderungen der ESPR selbst, die für alle Durchführungsrechtsakte gelten.
Nach Branche
Wie sich die ESPR auf die von MyLime abgedeckten Branchen auswirkt
-
DPP ESPR: Rechtsakt für 2027 erwartet
Mode, Textil & Schuhe →
-
DPP freiwillig
Lederwaren & Accessoires →
-
DPP freiwillig
Lebensmittel & Getränke →
-
Battery Passport: 18. Feb. 2027
Mobilität & Batterien →
-
Möbel: ESPR-Rechtsakt für 2028 erwartet
Design & Möbel →
-
Rückverfolgbarkeit: schon jetzt verfügbar
Uhren & Schmuck →
-
Battery Passport: 18. Feb. 2027
Radsport →
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Battery Passport: 18. Feb. 2027
Fahrräder & Mikromobilität →
-
DPP freiwillig
Schifffahrt →
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Stahl 2026 · Aluminium 2028
Komponenten & Industrie →
Zum Battery Passport — dem ersten bereits gesetzlich verpflichtenden digitalen Pass — siehe den eigenen Leitfaden. Zum europäischen Register, in dem jeder DPP identifiziert wird, siehe den Leitfaden zum EU-Register.
FAQ
Häufige Fragen zur ESPR
Ist der Digitale Produktpass heute schon für jedes Produkt verpflichtend?
Was passiert, wenn mein Produkt noch nicht von einem Durchführungsrechtsakt erfasst ist?
Wie funktioniert ein ESPR-Durchführungsrechtsakt konkret?
Was ist der Unterschied zwischen ESPR und dem Battery Passport?
Wo werden DPPs auf EU-Ebene registriert?
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